Ánxelo Maia
Ánxelos Werdegang zeichnet sich durch eine außergewöhnlich breite und fundierte Ausbildung aus.
Als ausgebildeter Pianist und Cellist, Orchester- und Chordirigent sowie Arzt und promovierter Mediziner hat er beide Berufswege parallel zwischen Barcelona und Deutschland entwickelt.
Die Musik bildet dabei seit jeher den Mittelpunkt seines Wirkens: Derzeit absolviert er den Masterstudiengang Orchesterdirigieren an der Hochschule für Musik Nürnberg.
Ánxelo Maia Rodríguez ist ein spanischer Dirigent, dessen künstlerische Ausbildung in der europäischen Musiktradition verwurzelt ist und dessen Verständnis des Dirigierens auf dem gründlichen Studium der Partitur und einem bewussten strukturellen Verständnis des Werkes beruht.
Geboren in Vigo, begann er bereits in jungen Jahren seine musikalische Ausbildung mit Klavier- und Violoncellounterricht und erwarb später den professionellen Abschluss in beiden Fachrichtungen. Nachdem er während seiner Ausbildung zwei Jahrgangsstufen übersprungen hatte, erlangte er im Alter von 14 Jahren seinen ersten professionellen Musikabschluss – zwei Jahre früher als im regulären Ausbildungsweg vorgesehen. Parallel zu seiner formalen musikalischen Ausbildung sammelte er umfangreiche interpretatorische Erfahrung, insbesondere als Pianist, und wurde mit verschiedenen Preisen und Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Wettbewerben gewürdigt.
Sein Hochschulstudium in Orchester- und Chorleitung absolvierte er an der Escola Superior de Música de Catalunya (ESMUC), wo er sein Studium mit Auszeichnung (cum laude) und mit Spezialisierung auf Orchesterdirigieren abschloss. Während dieser Zeit übte sein langjähriger Mentor Jordi Mora einen entscheidenden Einfluss auf ihn aus, dessen struktureller und phänomenologischer Zugang zur Partitur sein künstlerisches Denken bis heute prägt.
Sein wachsendes Interesse an der mitteleuropäischen Tradition des Orchesterdirigierens führte ihn nach Deutschland und Österreich. Nachdem er sowohl an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien als auch an der Hochschule für Musik Nürnberg für ein Masterstudium in Orchesterdirigieren zugelassen worden war, setzte er seine Ausbildung in Deutschland fort. Derzeit absolviert er den Masterstudiengang Orchesterdirigieren an der Hochschule für Musik Nürnberg bei Guido Rumstadt und Peter Dijkstra. Darüber hinaus arbeitete er mit Eberhard Friedrich und Mark Gibson und erhält regelmäßig künstlerische Impulse von Konrad von Abel, einem direkten Vertreter der pädagogischen Tradition Sergiu Celibidaches.
In Deutschland arbeitete er mit Ensembles wie den Hofer Symphonikern, dem Leipziger Symphonieorchester und der Bad Reichenhaller Philharmonie und setzte sich dabei mit einem breiten sinfonischen Repertoire auseinander. Seit 2026 ist er zudem als Assistant Conductor der Mahler Philharmonie tätig.
Seine Arbeit zeichnet sich durch eine besondere Aufmerksamkeit für Phrasierung, klangliche Balance und die architektonische Kohärenz eines Werkes aus. Er versteht Musik nicht als willkürliches Phänomen, sondern als eine in sich strukturierte Realität, die sich durch die gemeinsame Erfahrung von Dirigent und Orchester offenbart.
Eine besondere Dimension seines Werdegangs ist die Verbindung von Musik und Medizin, die ihn seit seiner Studienzeit begleitet. Ánxelo absolvierte gleichzeitig sein Hochschulstudium in Dirigieren an der ESMUC und sein Medizinstudium an der Universitat de Barcelona und schloss beide Studiengänge parallel ab. Die außergewöhnliche Verbindung dieser beiden anspruchsvollen Disziplinen und sein weiterer beruflicher Werdegang weckten das Interesse verschiedener spanischer Medien, die über seinen Weg zwischen Musik und Medizin berichteten.
Nach Abschluss beider Studiengänge begann er an der Universität Heidelberg eine Doktorarbeit, die genau an der Schnittstelle dieser beiden Bereiche angesiedelt war. Seine Forschung untersuchte den Einfluss unterschiedlicher musikalischer Stimmfrequenzen – 443 Hz und 432 Hz – auf onkologische Patientinnen und Patienten und wurde mit magna cum laude bewertet. Diese Forschung hat nicht nur die beiden Bereiche seiner Ausbildung wissenschaftlich miteinander verbunden, sondern auch seine künstlerische Perspektive um eine besondere analytische Tiefe und humanistische Sensibilität bereichert.
Seit Januar 2026 verbindet er seine künstlerische Tätigkeit und Ausbildung mit seiner medizinischen Facharztausbildung in Deutschland.
Ánxelo spricht fünf Sprachen und bewegt sich selbstverständlich in internationalen künstlerischen und akademischen Kontexten.